Foto Shooting mit Biber
Eigentlich sind Biber ja eher menschenscheu und deswegen selten zu Gesicht zu bekommen. Dieses Prachtexemplar allerdings - sicherlich 25 kg - lief uns am helllichten Tage an der Elbe im NSG Hohe Geest buchstäblich über den Weg:
Auf dem Uferweg unterwegs blieb ich einfach mal stehen, um mit dem Fernglas in die Weite zu schweifen, als sich direkt neben mir etwas Großes mit Getöse aus dem Gras erhob. Ich dachte im ersten Moment an einen Hund oder dergleichen, sah dann aber den Koloss an Biber sich in die Fluten stürzen. Und weg war der dann.
Zum Einen fragte ich mich danach, wie ich so ein Ungetüm, das direkt am Wegesrand hockte, im Vorbeilaufen übersehen konnte. Und ich vermute, dass der Biber dort im Gras auch einfach sitzengeblieben wäre, wenn ich nicht zufällig und unvermittelt neben ihm angehalten hätte.
Später auf dem Rückweg erblickte ich Bernd, der mit seinem Teleobjektiv in aller Ruhe Aufnahmen machte und seinem Tier langsam hinterher schlenderte. Ich rechnete zunächst damit, dass er einem interessanten Vogel auf der Spur war. Aber nein! Da war wieder der Riesen-Biber, der seelenruhig über den Weg hoppelte und genüßlich an Büschen knabberte. Fotoshooting und das Gespräch zweier erstaunter Homo Sapiens ließen ihn völlig unbeeindruckt…
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| Fotos. Bernd Harms, 2025 |
Wie viele große Wildtiere war der Biber in Norddeutschland
vor 400 Jahren durch Bejagung fast ausgerottet. Seit 1840 galt er in Schleswig-Holstein als ausgestorben.
Erst seit Mitte der 1990er Jahre siedelt sich der Elbbiber bei Lauenburg in seinen ursprünglichem Lebensraum wieder an.